Arbeitsvergütung - Selbstbewusst lachende Geschäftsfrau - Fachanwalt für Arbeitsrecht Georg Gradl, Starnberg, ADVOLAW
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Kündigungsschutz

Wann ist ein Arbeitnehmer gegen Kündigung geschützt?

Kündigungsschutz: Eine Kündigung ist für jeden Arbeitnehmer ein einschneidendes Ereignis, da die wirtschaftliche Existenz und/oder das soziale Gefüge direkt oder indirekt mit dem Arbeitsplatz verknüpft sind.

Nach dem Kündigungsschutzgesetz ist die ordentliche fristgerechte Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber daher nur aus ganz bestimmten, im Gesetz festgelegten Gründen zulässig. Die Kündigung muss durch Gründe in der Person oder durch Gründe im Verhalten des Arbeitnehmers oder durch betriebsbedingte Gründe bedingt und sozial gerechtfertigt sein. Liegt keiner dieser Gründe vor, ist die Kündigung unwirksam. Dies gilt freilich nur dann, wenn das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers schon länger als 6 Monate besteht und der Betrieb des Arbeitgebers regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt. Ansonsten kann die Kündigung nur auf Formfehler hin überprüft werden. Eine unrichtig berechnete Frist, eine falsche Unterschrift oder auch das Fehlen einer Vollmacht können ebenfalls zur Aufhebung der Kündigung durch das Arbeitsgericht führen. Dies geschieht jedoch nicht automatisch ohne Zutun des Arbeitnehmers.

Wichtig: Wenn Sie sich gegen eine Kündigung wehren wollen, müssen Sie innerhalb einer Frist von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben.

Weiterbeschäftigung oder Abfindung?

Bei einer unwirksamen Kündigung haben Sie als Arbeitnehmer die Möglichkeit, entweder mit der Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Ihre Weiterbeschäftigung zu erkämpfen oder eine angemessene Abfindung für den Verlust Ihres Arbeitsplatzes zu erhalten.

Wann zum Anwalt?

Wenn Sie bereits eine Kündigung erhalten haben, sollten Sie so schnell wie möglich Kontakt mit uns aufnehmen. Eine erste Einschätzung, ob es Sinn Macht, gegen die Kündigung vorzugehen, ist meist schon beim telefonischen Erstkontakt möglich. Wenn Sie sich daran anschließend für ein Erstberatungsgespräch entscheiden, besprechen wir mit Ihnen zusammen zuerst Ihre Ziele und legen daran anschließend gemeinsam die beste Strategie fest, um diese zu erreichen.

Die schnellere und kostengünstigere Variante wird grundsätzlich immer der Weg sein, in außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Arbeitgeber zu einer Einigung zu kommen. Wenn die Gegenpartei aber nicht verhandlungsbereit ist oder eine faire Lösung ablehnt, setzen wir für Sie Ihre Ziele auch mit Hilfe des Arbeitsgerichtes im Klageweg durch.

Unterlagen

Folgende Unterlagen sollten Sie zu einem ersten Beratungsgespräch mitbringen:

  • Arbeitsvertrag
  • Kündigungsschreiben
  • die letzten 3 Gehaltsabrechnungen
  • vorhandener Schriftwechsel
  • Versichertenkarte der Rechtsschutzversicherung

Wir beraten Sie.

Rechtsanwalt Georg Gradl ist Experte für Aufhebungsverträge und erfahrener Fachanwalt für Arbeitsrecht. Schreiben Sie uns gerne Ihre Fragen per E-Mail oder rufen Sie uns an.

Eine kompetente Erstberatung, die auch die Prüfung Ihrer Unterlagen beinhaltet, bieten wir Ihnen zu einem Pauschalhonorar in Höhe von 250,00 € zzgl. USt. an.

Wenn Sie uns nach einer Erstberatung mit der Übernahme Ihres Falles beauftragen möchten, besprechen wir mit Ihnen vor der Mandatierung selbstverständlich die zu erwartenden weiteren Kosten und die Möglichkeiten einer Kostenübernahme durch eine Rechtsschutzversicherung oder durch den Arbeitgeber.

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Massenentlassungsanzeige: Kündigungen bei Air Berlin unwirksam

Will ein Arbeitgeber innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Mitarbeitern entlassen, muss er zuvor bei der Agentur für Arbeit Anzeige erstatten. Die Kündigungen des Cockpit-Personals von Air Berlin waren wegen Fehler bei dieser Massenentlassungsanzeige unwirksam. So hat das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil vom 27.Februar 2020 entschieden.
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Personalrat: Kündigung ohne vorherige Anhörung unwirksam

Der Personal- oder Betriebsrat muss als Interessenvertretung der Beschäftigten vor einer Kündigung angehört werden. Wird ihm ein Kündigungsgrund vor Ausspruch der Kündigung nicht mitgeteilt, ist sie unwirksam. So entschied kürzlich das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, dass die Kündigung eines rechtsextremen Lehrers unwirksam war.
Menschen stehen zusammen - Massenkündigung Anhörung Betriebsrat - Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Georg Gradl, Starnberg, ADVOLAW
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Pflicht zur Anhörung des Betriebsrats vor Massenentlassung

Vor jeder Kündigung muss der Arbeitgeber den Betriebsrat anhören – selbstverständlich auch bei Massenentlassungen. Gespräche über einen Interessenausgleich reichen nicht aus. So urteilten die Richter des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hamm am 22.01.2020.
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Abgeltung von Überstunden nach Kündigung

Arbeitnehmer können ggf. auch dann noch die Auszahlung ihrer Überstunden verlangen, wenn sie nach der Kündigung freigestellt werden. Die Freistellung ist nämlich nicht zwingend als Freizeitausgleich anzusehen. So entschied kürzlich das Bundesarbeitsgericht.
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Fristlose Kündigung wegen Alkoholsucht

Wer unter einer Alkoholsucht leidet, muss unter Umständen mit einer Kündigung durch den Arbeitgeber rechnen. Die Voraussetzungen liegen allerdings hoch. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte kürzlich über eine fristlose Kündigung wegen Alkoholsucht zu entscheiden.
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Die Kündigung einer Mutter, die ihr krankes Kind mit zur Arbeit bringt, ist unwirksam.

Erkranken Kinder, kann deren Betreuung für berufstätige Eltern zum Problem werden. In einem Fall vor dem Arbeitsgericht Siegburg vom 04.09.2019, Az. 3 Ca 642/19 brachte eine Mutter ihre Kinder aufgrund einer Krankheit kurzerhand mit zur Arbeit. Nach der Entscheidung des Gerichts war sie dazu zwar nicht berechtigt; eine fristlose Kündigung war deshalb aber nicht gerechtfertigt.
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Es ist ein häufiger Fall in der Arbeitswelt: Ein Arbeitnehmer möchte seine Stelle aufgeben und erklärt die Kündigung weit vor dem Termin, zu dem er den Arbeitsplatz verlassen will. Der Arbeitgeber kann allein wegen der Eigenkündigung des Arbeitnehmers nicht selbst zur Kündigung mit einer kürzeren Frist greifen. So hat das Arbeitsgericht Siegburg entschieden.
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Die Abmahnung eines Betriebsratsmitglieds ist unzulässig, wenn lediglich Pflichten verletzt wurden, die aus der Tätigkeit als Betriebsrat resultieren. Über einen solchen Fall hatte zuletzt das Arbeitsgericht Stuttgart zu entscheiden.
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Nutzt ein Arbeitnehmer über mehrere Monate einen Dienstwagen unerlaubt für private Fahrten, kann ihm gekündigt werden. Das gilt allerdings nur dann, wenn der Arbeitgeber ihn zuvor wegen dieses Verhaltens abgemahnt hat. So hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschieden.
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Vor einer verhaltensbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer grundsätzlich abmahnen. Beruht die Kündigung auf mehreren Pflichtverletzungen, muss jede abgemahnt werden. Das gilt gerade auch bei mehreren kleinen Verstößen, die allein betrachtet keine Kündigung rechtfertigen. So entschied es das Landesarbeitsgericht Köln.
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Heiratet ein Arbeitnehmer eines katholischen Arbeitgebers erneut, berechtigt dies die Kirche nur unter engen Voraussetzungen zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Dies gilt insbesondere, wenn sie ihren nicht-katholischen Arbeitnehmern die Wiederheirat nicht untersagt. So hat das Bundesarbeitsgericht entschieden.
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Kündigung ohne Grund – was Sie dagegen tun können

Am Jahresende werden besonders viele Kündigungen ausgesprochen, da viele Arbeitgeber die Betriebskosten für das neue Jahr senken möchten. Häufig sind solche Kündigungen unwirksam, da kein Kündigungsgrund vorliegt. Für einen Arbeitnehmer, der erfolgreich gegen eine unwirksame Kündigung vorgehen möchte, ist es wichtig, schnell zu handeln. Was Sie als betroffener Arbeitnehmer wissen müssen, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
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Betriebsbedingte Kündigung – Tipps für Arbeitnehmer zur erfolgreichen Anfechtung

Nur ca. 10 % aller von einer betriebsbedingten Kündigung betroffenen Arbeitnehmer gehen gegen die Kündigung mit einer Klage beim Arbeitsgericht vor. Dabei sind die Chancen die Kündigung in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren zu Fall zu bringen häufig sehr gut. Die wichtigsten Punkte, die es für Arbeitnehmer zu beachten gilt finden Sie hier.